Estancia in der Pampa Argentiniens

Typische argentinische Estancia (landwirtschaftlicher Grossbetrieb) inmitten der argentinischen Pampa im südlichen Teil der Provinz Córdoba. 10 km lang und 5 km breit. Ca. 5.000 Rinder (Kühe, Stiere und Kälber), die in den Monaten August bis September geboren werden. Außerdem werden in großem Stil Mais, Sonnenblumen, Weizen, Erdnüsse und Sojabohnen angebaut.

Die Estancia ist in traditioneller Weise organisiert. Sie steht unter der Führung eines Mayordomos, der die Arbeit der Gauchos leitet und für die Viehwirtschaft zuständig ist. Sie ist einer der wenigen Estancias, an denen der Gast teilnehmen kann an der täglichen Arbeit der Gauchos, die sich in den letzten 100 Jahren kaum verändert hat und die ihm einen Eindruck vermittelt von der Freundlichkeit und dem Stolz, der diesen Menschen eigen ist.

Der Farmstaynee ist mehr als ein Zuschauer. Er nimmt an der täglichen Arbeit der Estancia teil, z.B. Vieh hüten und treiben oder in den Viehpferchen mitarbeiten, die Geheimnisse der einheimischen Küche kennen lernen - vor allem die Zubereitung des legendären Asado (Fleischbraten über offenem Feuer), je nach Jahreszeit und Reiterfahrung Ausritte auf guten Pferden machen usw. In der Freizeit im Pool baden, Schwimmen, Lesen und die Ruhe und den Frieden des alten Parks genießen.

Ein typischer Tag beginnt um 7.30 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück, an das sich für diejenigen, die dazu Lust haben, eine morgendlicher Ausritt anschließen kann. Dabei kann man z.B. einen Gaucho bei seinem Kontrollritt begleiten, wenn er sein Vieh, die Wasserstellen und die Zäune überprüft.

Man erlebt so aus erster Hand die tägliche Arbeit eines Gauchos und man wird überrascht sein von seinen Kenntnissen und seiner Geschicklichkeit. Zwischen August und Oktober werden die Kälber geboren, und mit etwas Glück und Geduld kann man eine Geburt miterleben. Während des ganzen Tages hilft der Farmstaynee bei den vielfältigen Vieharbeiten, dem Heilen, Helfen und Treiben mit. Das gleiche gilt für die Arbeit in den Viehpferchen, wo Sie in den Pausen mit den Gauchos Mate trinken können, der besten Form, einen heißen Tag zu überstehen. Wenn Sie die richtige Gaucho-Begeisterung erfaßt, können Sie auch lernen, das Lasso zu werfen und Tiere damit einzufangen.

Klima und Kleidung:
Die Estancia liegt mitten im Herzen der Pampa und hat ein typisches kontinentales Klima. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht können 20 Grad Celsius betragen. Die Höchsttemperaturen betragen 42 Grad Celsius im Hochsommer und -15 Grad Celsius unter Null im tiefsten Winter. Beachten Sie bitte auch, daß im Umfeld vieler Tiere Mücken und Fliegen zahlreich sind. Es ist deshalb unerläßlich, folgende Dinge im Reisegepäck zu haben, die Sie gegen die Sonne, die Insekten und die anderen Begleiterscheinungen Ihrer Aktivitäten schützen:

  • Langärmlige Hemden o. Blusen, vorzugsweise aus Baumwolle (für den Tag wie auch für den Abend)
  • Einen breitkrempigen Sonnenhut
  • Insektenschutz - Sonnenschutzcreme
  • Den Knöchel umschließendes Schuhwerk
  • (Wander-)Stiefel oder Turnschuhe
  • Jeans zum Reiten.
  • Badeanzug
  • Anorak / Wind-/Wetterjacke

Voraussetzungen:

  • Der Teilnehmer muss sich auf Spanisch verständigen können.
  • Der Teilnehmer muss das Landleben mögen, physisch gesund und robust sein, Spass im Umgang mit Tieren und der Arbeit im Freien haben, sich selbst beschäftigen können.
  • Der Teilnehmer muss reiten können, um mit den Gauchos mitzureiten oder Ausritte unternehmen zu können.
  • Der Teilnehmer muss zum persönlichen Vorstellungsgespräch in die Nähe von Kassel zur Estancia-Besitzerin kommen in der Zeit, in der sie sich in Deutschland aufhält (ca. Mai - September).

Zeitraum:
Der Aufenthalt auf der Estancia ist nur in den argentinischen Sommermonaten zwischen November - April möglich.
Aufenthaltsdauer: mind. 6 Wochen, max. 3 Monate.

Achtung: Das Landleben ist sehr rustikal! Es kann sehr kalt und sehr heiss werden, staubig, ungemütlich, einsam, physisch anstrengend usw. Darüber sollte sich der Teilnehmer bewusst sein. Es ist eine Estancia mitten in der Pampa, d.h. schlechte Transportmöglichkeiten und Kommunikationsmöglichkeiten.
 

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