Checkliste: Was kostet mein Auslandssemester?

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Immer mehr junge Menschen möchten zumindest einen Teil ihres Studiums im Ausland verbringen. Die Zeit in anderen Ländern bietet zum einen viel Platz für neue Erfahrungen und Kontakte. Auf der anderen Seite können abseits der eigenen Hochschule wertvolle Erkenntnisse und Fähigkeiten erworben werden. Doch welche Kosten sind mit diesem Traum verbunden? Wir gehen die wichtigsten Punkte in diesem Artikel durch.

Die Kosten der Hochschule

Unter Umständen können sie den größten Posten ausmachen - die Gebühren der Hochschule. Nur in wenigen Ländern der Welt ist das Studieren an staatlichen Einrichtungen wirklich kostenlos. So kann zum Beispiel ein Semester in den USA je nach Standort mit bis zu 20.000 US-Dollar zu Buche schlagen. Umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld über die Preise vor Ort zu informieren. Ansonsten wartet nach der Bewerbung womöglich die böse Überraschung.

Eine einfache Lösung, um die hohen Preise zu umgehen, ist ein Blick auf Hochschul-Partnerschaften. Praktisch jede größere Bildungseinrichtung verfügt über diese speziellen Kontakte. Dank der intensiven Austauschprogramme ist es auf diese Weise oftmals möglich, sehr günstig oder sogar kostenlos an anderen Unis der Welt aufgenommen zu werden. Zugleich schränkt sich die Auswahl an unterschiedlichen Ländern in diesem Zuge deutlich ein. Bei einem Studium im Ausland kann sich auch ein Bafög-Antrag lohnen, denn durch die höheren Bemessungsgrundlagen steigt auch der Anspruch auf entsprechende Förderungen.

Reise und Lebenshaltungskosten vor Ort

Sind die Kosten der Hochschule erst einmal geklärt, so drängen sich noch weitere mögliche Ausgaben auf. Zum einen ist es notwendig, sich Gedanken über die An- und Abreise zu machen. Diese stellen zum einen eine logistische Herausforderung dar, selbst wenn auf möblierte Appartements vor Ort gesetzt wird. Auf der anderen Seite kann bereits der lange Hin- und Rückflug für Kosten im vierstelligen Bereich sorgen, die getragen werden müssen.

Sehr individuell sind hingegen die Lebenshaltungskosten, die sich in der Folge daran anschließen. Viele Länder in Asien und Südamerika schneiden in dieser Hinsicht deutlich günstiger ab als Deutschland und können daher als eine gute Option betrachtet werden. Auf der anderen Seite schwankt die Qualität der universitären Ausbildung in diesen Fällen stark. Wen es eher in die großen Metropolen der Welt zieht, der muss in der Folge auch mit höheren Kosten für Wohnen und den alltäglichen Bedarf rechnen. Auf diese Weise bleibt die endgültige Wahl eine Frage der Abwägung und des persönlichen Budgets, das für den Aufenthalt zur Verfügung steht.

Einkünfte und Reserven berechnen

Um eine sinnvolle Entscheidung über die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Semesters im Ausland treffen zu können, muss sich der Blick auch auf die aktuelle finanzielle Lage richten. Welche Einkünfte stehen zum Beispiel dank elterlicher Unterstützung oder einem Nebenjob zur Verfügung? Wird es auch im Ausland möglich sein, nebenbei zu arbeiten, um ein kleines laufendes Einkommen auf die Beine zu stellen? Und welche Ersparnisse stehen zur Verfügung, auf die im Zweifel zurückgegriffen werden kann? Anhand dieser Fragen ist dann die Ausrichtung des Aufenthalts möglich.

Per se ist es ratsam, sich nicht zu sehr auf die Kosten des Aufenthalts zu fokussieren. Denn der Mehrwert, der durch die neuen Eindrücke und Erkenntnisse entsteht, ist in der Regel viel gewichtiger. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, damit neue berufliche Türen aufzustoßen und später einen besser bezahlten Posten zu erringen. Es lohnt sich also, diese Möglichkeiten direkt in Betracht zu ziehen.

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Foto von Anastasya Gepp von Pexels

 

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