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Reisebudget gefährdet: Wie Flugverspätungen jeden Auslandsaufenthalt verteuern und welche Ansprüche hier bestehen

Wer eine lange Zeit im Ausland verbringen möchte, plant sein Budget meist sehr genau. Flugticket, Unterkunft, Transport vor Ort und Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben müssen zusammenpassen. Bei Auslandsprogrammen wie Work and Travel, auf Sprachreisen oder Praktika kann eine verspätete Ankunft jedoch schnell viel Geld kosten. Ein verschobener Flug heißt häufig nicht nur ein paar Stunden verlorene Zeit, sondern auch ein zerrüttetes Budget.

 

Warum Flugverspätungen das Reisebudget belasten

Eine verspätete Ankunft hat nämlich oft mehrere Teile der Reiseplanung durcheinandergebracht. Wer seinen letzten Zug oder Bus verpasst, muß sich kurzfristig neue Tickets kaufen. Wer spät landet, muss u.U. ein weiteres Mal übernachten. Wer einen Transfer vom Flughafen oder Aktivitäten gleich zu Beginn der Reise gebucht hat, verpasst diese einfach.

Bei klassischen Urlaubsreisen lassen sich solche Kosten manchmal noch ausbügeln. Bei längeren Auslandsaufenthalten ist es meist komplizierter. Die meisten Programme haben fixe Startdaten. Wer etwa zu einem Praktikum, zu einem Austauschprogramm oder in eine Sprachschule aufbricht, muss zum vereinbarten Zeitpunkt vor Ort sein.

Wenn der Flieger mehrere Stunden Verspätung hat, verlagert sich der gesamte Zeitplan. Es verzögern sich die Übergaben der Unterkünfte, die Termine der Organisatoren, die Einführungskurse. Jede Änderung auf die Schnelle verursacht Zusatzkosten.

 

Was Passagiere bei Verspätungen für Rechte haben

Für Flüge innerhalb der Europäischen Union und für viele internationale Linien gelten die einheitlichen Fluggastrechte. Sie legen fest, unter welchen Bedingungen die Passagiere Hilfe oder Ausgleichszahlungen erhalten können.

Entscheidend ist in vielen Fällen die Verspätung bei der Ankunft am Zielort. Ab einer Verspätung von drei Stunden kann ein Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung entstehen. Wie hoch diese ist, richtet sich nach der Länge der Flugstrecke. Für kürzere Flüge sind bis zu 250 Euro vorgesehen. Bei langen Strecken sind bis zu 600 Euro Entschädigung möglich. Ob tatsächlich gezahlt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehört auch der Grund für die Verspätung. Liegen außergewöhnliche Umstände vor, etwa beim Wetter oder wenn die Luftsicherheit gefährdet ist, besteht kein Anspruch.

Wer herausfinden will, ob eine Entschädigung wegen Flugverspätung zu bekommen ist, sollte vor allem auf die tatsächliche Verspätung am Zielort und die geflogene Strecke schauen.

 

Häufige Gründe für verspätete Flüge

Flugverspätungen sind selten auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen. Häufig sind mehrere Gründe zusammen zu nennen. Wetter ist die häufigste Ursache. Schwere Gewitter, Schnee oder Nebel können den Start und die Landung erheblich verzögern.

Technische Prüfungen sind ein weiterer Grund. Verkehrsflugzeuge sind strengen Sicherheitsprüfungen unterworfen. Wird vor dem Start ein technisches Problem festgestellt, muss die Maschine untersucht werden. Diese sicherheitsrelevanten Arbeiten können mehrere Stunden dauern.

Mangelndes Personal und Engpässe im Flughafenbetrieb spielen ebenfalls eine Rolle. Flugzeuge kommen in einem eng getakteten System von Start- und Landerechten in Bewegung. Kommt eine Verbindung später als geplant, kann sich diese Verspätung auf die nachfolgenden Flüge auswirken. Gerade auf groß frequentierten internationalen Flughäfen sind schon schnell Kettenreaktionen im gesamten Flugplan die Folge.

 

Wie Reisende ihre Ansprüche sichern

Wer von einer Verspätung betroffen ist, sollte zunächst alle Belege sammeln. Dazu gehören Buchungsbestätigung, Bordkarte und Mitteilungen der Airline über den Grund der Verspätung. Diese Nachweise sind hilfreich, wenn später Ansprüche geltend gemacht werden sollen.

Genauso gut ist es, Quittungen über Ausgaben zu sammeln, die zusätzlich entstanden sind, etwa für Mahlzeiten, Transport oder Übernachtungen. In bestimmten Fällen können auch diese Kosten erstattet werden.

Für längere Aufenthalte im Ausland empfiehlt es sich, vorsichtiger zu planen. Ein gewisser zeitlicher Vorlauf bei der Anreise mindert das Risiko, wichtige Termine nicht erreichen zu können. Auch ein gewisser Geldpuffer für unvorhergesehene Ausgaben hilft, kurzfristige Probleme abzufangen.

 

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