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Verkehrsregeln im Ausland

Nicht nur innerhalb Deutschlands gibt es gewisse Verkehrsregeln, die befolgt werden müssen und an Sanktionen geknüpft sind, wenn man sie missachtet. Wer sich ins Ausland auf eine Reise begibt und dort Auto fahren möchte, sollte die dort herrschenden Verkehrsregeln kennen. Insbesondere deshalb, weil im Ausland die Strafen zum Teil um ein Vielfaches höher ausfallen können als im Heimatland.

 

Was muss man beachten, wenn man mit dem Auto in ein anderes Land reist?

Es ist völlig verständlich, dass man sich im Urlaub erholen und die Seele baumeln lassen möchte. Dennoch ist es empfehlenswert, neben all dem Spaß die Gesetzeslage nicht zu vergessen. Umso wichtiger wird dieses Gebot, wenn man sich über einen längeren Zeitraum hinweg im Reiseland aufhält.

Daneben gibt es noch weitere Tipps, die man bei einer Reise ins Ausland beachten sollte. Als Erstes ist es sinnvoll, sich über die jeweilige Situation im Reiseland zu informieren. In vielen Ländern wird für die Streckennutzung zum Beispiel eine Mautgebühr verlangt oder der Autofahrer muss eine Vignette besitzen. Die Kosten sind dabei sehr unterschiedlich. Fehlt die entsprechende Vignette oder zahlt man seine Mautgebühren nicht, kann es zu erheblichen Strafzahlungen kommen. Innerhalb Europas erheben zum Beispiel die folgenden Länder eine Mautgebühr:

  • Irland
  • Italien
  • Griechenland
  • Frankreich
  • Kroatien
  • Bosnien-Herzegowina
  • Mazedonien
  • Portugal
  • Polen
  • Spanien
  • Türkei
  • Serbien
  • Belarus
  • Norwegen

 

Mittels einer sogenannten Vignette lässt sich eine Strafe vermeiden. Diese kann bereits im Vorfeld für einen bestimmten Zeitraum, der sich über Wochen, Monate oder Jahre erstreckt, erworben werden. Sie ist außerdem in digitaler Form verfügbar.

Ferner gelten im Ausland ebensolche Verkehrsregeln wie in Deutschland. Da sich diese jedoch grundlegend voneinander unterscheiden und es hier keine pauschalen Richtlinien gibt, ist es immer zu empfehlen, sich im Vorfeld über das Reiseland eingehend zu informieren und die Regeln zu verinnerlichen.

 

Was muss ich im Ausland im Auto mitführen und was darf man nicht?

Ganz gleich, wo das Reiseziel liegt, es gibt gewisse Dinge, die im Auto keineswegs fehlen dürfen. Mit dazu gehört:

  • Verbandskasten
  • Feuerlöscher
  • Ersatzreifen
  • Ersatzlampenset
  • Warndreieck
  • Warnweste

 

Nicht in allen Ländern ist es Pflicht, beispielsweise ein Ersatzlampenset mitzunehmen, doch setzen manche es in jedem Fall voraus. Mit dazu gehört zum Beispiel Kroatien. Unterdessen darf in Griechenland und Polen auf keinen Fall ein Feuerlöscher fehlen.

Daneben gilt es, gewisse Papiere stets dabei zu haben. Neben dem Personalausweis und einem Reisepass gehört hierzu der internationale Führerschein. Dieser ist vor allem dann wichtig, wenn man sich außerhalb der EU bewegt. Heutzutage gehen die meisten Länder außerdem dazu über, nur noch Zahlungen von Einreisenden anzunehmen, wenn diese über eine EC-Karte oder eine Kreditkarte getätigt werden. Einige nehmen zwar nach wie vor Bargeld an, es bietet sich jedoch an, ein elektronisches Zahlungsmittel mitzunehmen.

Was viele vergessen, ist der europäische Unfallbericht. Dieser ist allgemeingültig und erleichtert die Verständigung, wenn es um Versicherungsangelegenheiten geht und es zum Ernstfall kommt. Daher sollte er im Handschuhfach hinterlegt werden.

Wichtig ist außerdem eine grüne Versicherungskarte, sofern man außerhalb der EU unterwegs ist. Sie ist zum Beispiel auch bei Reisen in die Schweiz wichtig und vereinfacht sämtliche Vorgänge, wenn es zu einem Schaden am Auto kommt oder auch in anderen Fällen.

 

Welches Land hat die strengsten Verkehrsregeln?

Laut vieler Berichte stehen vor allem Dänemark und Norwegen auf den ersten Plätzen, wenn es um besonders strenge Verkehrsregeln geht.

Innerhalb Norwegens werden 20 km/h bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung bereits mit einer Gefängnisstrafe sanktioniert. Diese umfasst 18 Tage und kann länger ausfallen, wenn die Überschreitung höher ist. Wer unterdessen in Dänemark eine rote Ampel überfährt, muss mit einem Bußgeld von 270 Euro rechnen. Zehn Stundenkilometer zu schnell schlagen stattdessen gleich mit 140 Euro Strafe zu Buche.

 

Wie funktionieren Bußgelder während des Auslandsaufenthalts?

Kommt es tatsächlich zu einem Bußgeldbescheid im Ausland, darf dieser nicht ignoriert werden. Selbst dann nicht, wenn man sich bereits wieder zu Hause befindet. Allerdings treiben manche Länder die Strafe erst dann ein, wenn sie eine Höhe von 70 Euro überschreitet.

Wer seine Strafe hingegen nicht zahlt, muss möglicherweise damit rechnen, dass ihm bei einer erneuten Einreise der Zugang zum Land verwehrt wird und es zu einem Einreiseverbot kommt. Manche Länder greifen sogar noch mehr durch und verhängen eine Haftstrafe.

Gleichwohl gibt es gewisse Vorzüge, wenn man in manchen Ländern die Strafe bereits dann zahlt, wenn man sich noch im jeweiligen Land befindet. So ist es zum Beispiel in Italien. Wer hier einen Bußgeldbescheid erhält und diesen innerhalb von fünf Tagen zahlt, der erhält 30 Prozent Rabatt. Ähnlich verhält es sich in Spanien.

Derartige Vorgehensweisen werden in vielen Fällen jedoch nur dann ermöglicht, wenn sich die zu zahlende Summe in einem niedrigen zweistelligen Bereich befindet. Andernfalls erfolgt ein Bußgeldbescheid, der per Post nach Hause geschickt wird.

Wichtig zu wissen: Selbst, wenn ein Bußgeldbescheid aus dem Ausland kommt, kann dieser auch innerhalb Deutschlands vollstreckt werden. Es bietet sich also weder an, diesen anzufechten, noch zu ignorieren. Zudem bei einer Missachtung weitere Strafen drohen können.

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