Ein Auslandsabenteuer beginnt meistens schon viel früher als am Flughafen. Nämlich beim Packen. Und zwar genau dann, wenn man plötzlich merkt, wie viele Dinge man eigentlich täglich benutzt, ohne darüber nachzudenken. Für Work & Travel, Au-pair, Praktikum oder ein längeres Auslandsjahr lohnt es sich, ein bisschen strategisch zu packen. Vor allem ins Handgepäck kommen nur Dinge, die unterwegs wirklich wichtig sind.
Hier ist eine Packliste, die schon viele Reisende gerettet hat – und ein paar Dinge, die gern vergessen werden, bis es zu spät ist.
Ohne Reisepass geht natürlich gar nichts. Dazu kommen Boardingpässe, Einladungsschreiben, Impfpass, Kreditkarte, etwas Bargeld und alles, was man unterwegs schnell braucht. Viele packen das in eine kleine Tasche, die man immer bei sich hat.
Kleiner Tipp: Alles einmal einscannen und digital speichern. Falls irgendwo etwas verloren geht.
Powerbank, Handy, Ladekabel, Adapter. Und am besten alles direkt griffbereit. Gerade lange Flüge ziehen Akkus leer. Laptop oder Tablet gehören ebenfalls ins Handgepäck, damit sie im Frachtraum nicht beschädigt werden. Airlines sind da manchmal etwas… robust.
Viele merken erst unterwegs, wie abhängig man von einer guten Brille oder Sonnenbrille ist. Darum: Immer eine Ersatzbrille ins Handgepäck. Brillen verschwinden, zerbrechen, gehen im Gepäck verloren oder werden beim Backpacking zerkratzt. Und im Ausland eine passende Brille nachmachen zu lassen ist stressig und oft viel teurer als in Deutschland. Das gilt auch für Kontaktlinse. Lieber günstig alles vorher bestellen und mitnehmen.
Und eine Sonnenbrille? Ist sowieso unverzichtbar. Vor allem in Ländern, in denen die UV-Strahlung noch höher ist, ist sie nicht nur stylisch, sondern auch für die Augengesundheit wichtig. Am besten auch in Deutschland noch eine Sonnenbrille bei einem fachkundigen Optiker wie eyes + more kaufen - evtl. mit Stärke - denn im Ausland erfüllen Sonnenbrillen manchmal nicht die gleichen Standards (UV400, 100% UV-Schutz).
Flüge sind lang und Flughafenessen ist teuer. Ein paar Snacks, Nüsse, Riegel, Traubenzucker und eine leere Wasserflasche (zum Auffüllen nach der Security) machen alles entspannter.
Dazu ein warmer, bequemer Hoodie, weil Flugzeuge immer zu kalt sind. Und vielleicht Ohropax oder weißes Rauschen in die Playlist downloaden, falls ein Kleinkind den Sitz hinter dir ausgewählt hat.
Ein kleines Beutelchen mit Zahnbürste, Mini-Zahnpasta, Desinfektionsgel, Feuchttüchern und Deo, das reicht schon. Perfekt, wenn man am Ziel nicht direkt erstmal einkaufen will oder unterwegs lange Transfers hat.
Alles, was man wirklich braucht, gehört ins Handgepäck. Schmerzmittel, Allergietabletten, persönliche Medikamente, Augentropfen. Vor allem, wenn man Kontaktlinsen trägt. Praktisch ist auch ein kleiner Vorrat an Pflastern, etwas für den Magen und ein paar Basics gegen Erkältung. So hat man im Notfall alles sofort griffbereit und ist nicht darauf angewiesen, in einem fremden Land erst die passende Apotheke zu finden.
Menschen vergessen überraschend oft:
Alles, was wirklich wichtig ist, sollte ins Handgepäck. Wer sich früh in Deutschland mit einigen Essentials erstmal eindeckt, fährt entspannter, spart Zeit und Geld und muss sich im Gastland nicht damit herumärgern.
Der Rest ist eigentlich simple Logistik: Dinge, die man ständig braucht, gehören greifbar nah. Dinge, die wertvoll oder empfindlich sind, gehören nicht in den Koffer. Und alles andere kann man im Zweifel auch vor Ort besorgen.
Ein gutes Auslandsabenteuer beginnt eben schon beim Packen – und mit der richtigen Vorbereitung läuft später alles ein Stückchen leichter.
Bildnachweis: Foto von Sebastian Voortman
